Über CITRUS

CITRUS (C-ITS for Vulnerable Road Users) ist ein Forschungs- und Innovationsprojekt, das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und dem Klima- und Energiefonds gefördert wird.

 

Das Projekt entwickelt und evaluiert ein System zur Kollisionsvorhersage und Warnung für urbane Kreuzungen. Ziel ist es, potenziell gefährliche Situationen mit Beteiligung gefährdeter Verkehrsteilnehmender zu identifizieren und rechtzeitig Warnungen bereitzustellen, die Kollisionen verhindern oder deren Folgen reduzieren können.

 

Durch die Kombination von straßenseitiger Sensorik, Bewegungsprognosen und Cooperative Intelligent Transport Systems (C-ITS) untersucht CITRUS, wie vernetzte Mobilitätsdienste zu sichereren Interaktionen zwischen gefährdeten Verkehrsteilnehmenden und Fahrzeugen beitragen können

Projekt Überblick

Projekt Dauer

30 Monate

Funding

FFG und Klima- und Energiefonds

Fokus

auf gefährdete Verkehrsteilnehmer

Pilot Site

Representative Urban Intersection

Technologien

Straßenseitiger Sensorik, Digitaler Zwilling, C-ITS

Warum CITRUS?

Gefährdete Verkehrsteilnehmende (Vulnerable Road Users, VRUs) machten im Jahr 2022 47 % aller Verkehrstoten in Europa aus und gehören damit zu den am stärksten von schweren Verkehrsunfällen betroffenen Gruppen. Trotz kontinuierlicher Verbesserungen bei Fahrzeugsicherheit und Verkehrsmanagement bleibt der Schutz von Fußgängerinnen, Fußgängern und Radfahrenden eine große Herausforderung. 

 

Viele Kollisionen mit VRUs ereignen sich in Situationen, in denen Verkehrsteilnehmende nur wenig Zeit haben, um sich schnell verändernde Verkehrssituationen wahrzunehmen, zu interpretieren und darauf zu reagieren. Faktoren wie Ablenkung, eingeschränkte Sicht, komplexe Verkehrssituationen und höhere Fahrzeuggeschwindigkeiten können sowohl die Wahrscheinlichkeit einer Kollision als auch die Schwere ihrer Folgen erhöhen. Für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende, die kaum über einen physischen Schutz verfügen, können selbst Zusammenstöße bei relativ niedrigen Geschwindigkeiten zu schweren Verletzungen führen. 

 

Angesichts dieser Herausforderungen hat die Europäische Union die Verkehrssicherheit zu einem zentralen Handlungsschwerpunkt ihrer Verkehrspolitik erklärt. Der Road Safety Policy Framework 2021–2030 verfolgt das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 um 50 % zu reduzieren und damit den Weg zur „Vision Zero“, also zu einem Straßenverkehr ohne Verkehrstoten bis 2050, zu ebnen. 

 

CITRUS leistet hierzu einen Beitrag, indem das Potenzial von Technologien zur Kollisionsvorhersage und Kommunikation untersucht wird. Ziel ist es, festzustellen, ob  sie Verkehrsteilnehmenden helfen können, potenziell gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen, die andernfalls unbemerkt bleiben oder nur wenig Zeit zum Reagieren lassen würden. Durch die praktische Implementierung und Evaluierung soll gezeigt werden, welchen Beitrag diese Technologien zur Verbesserung der Sicherheit besonders gefährdeter Verkehrsteilnehmender an urbanen Kreuzungen leisten können. 

Projektziele