Im Projekt CITRUS (C-ITS für Vulnerable Road Users) wurde ein zentraler Meilenstein im Arbeitspaket AP2 – Spezifikation der Use Cases und Anforderungen erreicht. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines kooperativen Systems, das mithilfe von C-ITS-Technologien die Kollisionswahrscheinlichkeit zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern – je nach Use Case – berechnet und bei erhöhtem Risiko frühzeitig Warnungen bereitstellt.
Zwischen Jahresbeginn und Mitte April 2026 fanden umfangreiche Abstimmungen mit Projektpartnern und externen Stakeholdern statt, um eine fundierte Grundlage für die Erstellung des Lastenhefts zu schaffen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Austausch mit den LOI-Partnern, darunter die Wiener Linien und die Mobilitätsagentur Wien (MOBAG).
Im Rahmen dieser Gespräche wurde gezielt die Perspektive unterschiedlicher Nutzergruppen berücksichtigt. Neben Fußgänger:innen und Radfahrer:innen wurden insbesondere auch besonders vulnerable Verkehrsteilnehmer:innen einbezogen, darunter mobilitätseingeschränkte und sehbehinderte Personen. Diese differenzierte Betrachtung unterstützt die Entwicklung realitätsnaher Use Cases und Anforderungen.
Ergänzend dazu wurden technische Abstimmungen mit Yunex Traffic durchgeführt. Zudem wurden im Austausch mit AustriaTech offene Fragen zur Nutzung des C-ITS-Brokers adressiert, um dessen Funktionsweise besser zu verstehen und zu evaluieren, inwieweit dieser Bestandteil des Systems werden kann.
Die Ergebnisse dieser Aktivitäten führten zur erfolgreichen Finalisierung des Lastenhefts, das im April 2026 im Rahmen eines Konsortialmeetings gemeinsam abgestimmt und freigegeben wird.
Aufbauend auf den in AP2 erarbeiteten Ergebnissen liegen die Use-Case-Beschreibungen inzwischen vor, während das Evaluierungsdesign aktuell ausgearbeitet wird. Parallel dazu startet AP3, dass sich mit der Spezifikation des Systemdesigns befasst und damit die Grundlage für die technische Umsetzung bildet.